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Exzerpieren mit Citavi

Fragen zur Bedienung von Citavi 3

Exzerpieren mit Citavi

Postby Garion » 2012-01-08 04:33

Systeminformationen: [ Citavi Version 3.1.15, Windows 7, Deutsch, Firefox 8.x - 9.x, MS Office 2007, Acrobat 9 ]

Das Exzerpieren hat m.E. zu Recht eine Schlüsselstellung inne, weil es gerade beim wissenschaftlichen Schreiben die Tätigkeit ist, mit der man sich fremdes Wissen zu eigen macht ("opitmaler Wissenstransfer" ). (siehe dazu: http://www.linguistik-online.de/33_08/f ... .html#anh1)

Deswegen reicht bloßes Kopieren auch nicht aus.

Citavi bietet nun unter "Zitate" indirekte, direkte Zitate sowie Zusammenfassungen und Kommentare als Möglichkeiten an, fremdes und eigenes Wissen zu kombinieren. Im Gegensatz zu anderen Programmen ist es damit Citavi prinzipiell möglich, nicht nur wörtliche Formulierungen zu übernehmen, sondern auch die für Exzerpte wichtige Loslösung vom Wortlauf des Textes zu vollziehen, um zur Ebene der "Makrostrukturen" zu kommen.

Allerdings stellt sich für mich das Problem, wie das Exzerpieren praktisch mit Citavi umzusetzen ist. Wenn ich z.B. einen Aufsatz oder ein Kapitel exzerpiere, versuche ich sowohl in eigenen Worten zusammenzufassen als auch manchmal wichtige Formulierungen wörtlich in Anführungszeichen zu übernehmen. Dieses Exzerpt würde dann nur in das Feld "Zusammenfassung" passen, weil ich nicht direkte und indirekte Zitate aus ihrem Zusammenhang reißen will. Das Problem: ein solch längeres Exzerpt, das die Gesamtargumentation zusammenfaßt, muß bei den direkten Zitaten ja auch Seitenzahlen haben. Die müßte ich dann aber in den Text selbst schreiben, weil Citavi ja "nur" eine Seitenangabe für die Zusammenfassung zuläßt.

Obwohl ich auch oft direkte und indirekte Zitate getrennt aufnehme, ist das für ein Exzerpt, das sowohl eigene Formulierungen als auch wörtliche Zitate enthält, irgendwie nicht die optimale Lösung. Ich weiß leider nicht, ob mein oben beschriebenes Vorgehen Sinn macht (Also, die Seitenzahlen direkt zu den direkten Zitaten in den Text schreiben). So wird es ja z.B. beim "Zettelkasten" gemacht und auch in Leitfäden empfohlen (siehe dazu: http://www.uni-koeln.de/phil-fak/deutsc ... zerpte.pdf)

Hat jemand eine bessere Idee, wie man das Problem lösen kann?

Gruß

Garion
Garion
 

Re: Exzerpieren mit Citavi

Postby Antonio Tejada » 2012-01-09 12:49

Hallo Garion,

und wenn Sie das statt als ein "Exzerpt" als eine Sammlung von direkten und indirekten Zitaten umsetzen? Wenn Sie die Seitenzahlen eintragen, erscheinen sie dann auch in der richtigen Reihenfolge.

Mit freundlichem Gruss
Antonio
Antonio Tejada
Citavi Customer Service
 

Re: Exzerpieren mit Citavi

Postby Garion » 2012-01-09 13:39

Hallo Antonio,

das stimmt natürlich. Allerdings ist ja gerade der Sinn von einem Exzerpt zu einem Abschnitt alles zusammen zu haben. Ich finde es unübersichtlicher, eine Reihe von kleinen Zitaten zu haben, die man dann erst wieder zusammensetzen muß. Diese Funktion sollte ja auch nicht aufgegeben werden, nur für die "Zusammenfassung" scheint mir die Möglichkeit zu fehlen, so vorzugehen, wie ich es beschrieb.

Gerade auch, wenn z.B. ein direktes Zitat das indirekt Ausgeführte vorher belegen soll, ist das Auseinanderreißen nicht sehr hilfreich. Dann fehlt an beiden Stellen die Verknüpfung zum anderen Teil.

Gruß

Garion
Garion
 

Re: Exzerpieren mit Citavi

Postby Peter Bonekämper » 2012-01-09 13:59

Garion wrote:Allerdings stellt sich für mich das Problem, wie das Exzerpieren praktisch mit Citavi umzusetzen ist. Wenn ich z.B. einen Aufsatz oder ein Kapitel exzerpiere, versuche ich sowohl in eigenen Worten zusammenzufassen als auch manchmal wichtige Formulierungen wörtlich in Anführungszeichen zu übernehmen. Dieses Exzerpt würde dann nur in das Feld "Zusammenfassung" passen, weil ich nicht direkte und indirekte Zitate aus ihrem Zusammenhang reißen will. Das Problem: ein solch längeres Exzerpt, das die Gesamtargumentation zusammenfaßt, muß bei den direkten Zitaten ja auch Seitenzahlen haben. Die müßte ich dann aber in den Text selbst schreiben, weil Citavi ja "nur" eine Seitenangabe für die Zusammenfassung zuläßt.

Lieber Garion,

Ihre Art des Exzerpierens kann ich gut nachvollziehen. Es macht oft keinen Sinn, den eigentlichen Schreibprozeß und den Schreibfluß während des Exzerpierens zu unterbrechen und zu zerhäckseln. Man hat größere Freiheiten, wenn man ein Blatt Papier und einen Bleistift vor sich liegen hat, als wenn man in eine Literaturverwaltung jeweils Teile in die richtigen Kästchen eingeben muß.

Um dieses - natürlichere - Vorgehen in Citavi abzubilden würde ich wie folgt vorgehen:
(Ich setze voraus, daß hier nicht mehr Papier und Bleistift, sondern elektronische Hilfsmittel eingesetzt werden, nämlich Textverarbeitungsprogramme.)

  • Der Text wird fortlaufend geschrieben, jeder Seitenwechsel wird im Text sorgfältig eingetragen - auch im direkten Zitat. (Ich mache das immer über Dreifach-Klammerauf, Seitenzahl und Dreifach-Klammerzu.). Zusammenfassungen werden im Text erklärt mit einer Angabe, auf welche Seiten, Kapitel etc. sie sich beziehen. Der Text wird gespeichert - vielleicht auch als pdf-Datei, wenn machbar - und mit Citavi verbunden, damit er in der Vorschau angezeigt werden kann.
  • Bis es eines Tages möglich sein wird, in Citavi auf dem Zitate-Reiter eine Eingabemöglichkeit für Exzerpte zu haben, die dann in der Vorschau angezeigt werden können, muß der doc- oder pdf-Text über "lokale Datei" verlinkt werden.
  • Aus der Vorschau heraus kann dann der Text über Markieren und "Zitieren" als jeweiliges Zitat auf citavigerechte Weise aufbereitet werden, will sagen, das Exzerpt bleibt als Ganzes erhalten, nur die wirklich benötigten Anteile des Exzerptes werden jedoch an den richtigen Stellen im Programm eingefügt. Nacharbeiten bleibt also jederzeit möglich, das einmal gemachte Exzerpt aber bleibt leicht auffindbar und weiterhin nutzbar.
Viele Grüße
Ihr Peter Bonekämper
Peter Bonekämper
 

Re: Exzerpieren mit Citavi

Postby Garion » 2012-01-09 14:45

Lieber Herr Bonekämper,

danke für die Erläuterung zur Ihrer Vorgehensweise! Interessanter Vorschlage, den ich in Ruhe mal durch den Kopf gehen lassen werde.

Ein Nachteil bliebe aber, daß man diese Datei in der Vorschau nicht verschlagworten kann, wie die anderen Wissenselemente und auch nicht (noch nicht) durchsuchen.

Gruß

Garion
Garion
 

Re: Exzerpieren mit Citavi

Postby Peter Bonekämper » 2012-01-09 14:54

Garion wrote:Ein Nachteil bliebe aber, daß man diese Datei in der Vorschau nicht verschlagworten kann, wie die anderen Wissenselemente und auch nicht (noch nicht) durchsuchen.

Lieber Garion,

aber im Prinzip könnte das Werk, aus dem exzerpiert wurde, bereits verschlagwortet sein; damit wäre dann der Zusammenhang hergestellt. Und falls sich aus dem Exzerpt zu dem Werk noch weitere Schlagworte ergeben sollten, dann fänden diese sinnvollerweise ihren Platz im Werk, nicht im Exzerpt, oder?

Viele Grüße
Ihr Peter Bonekämper
Peter Bonekämper
 

Re: Exzerpieren mit Citavi

Postby Hartmut Steuber » 2012-01-09 23:34

Hallo, Garion - und hallo, Herr Bonekämper,

Antonio hat unsere Exzerpt-Variante A skizziert: Statt langem Exzerpt eine Sammlung von direkten und indirekten Zitaten etc. Wir haben Variante A schon öfters empfohlen.
Variante A bietet bei der Auswertung von Texten „citavi-typische“ Chancen. Das will ich kurz erläutern und auch Alternativen skizzieren, die mit Citavi möglich sind. Auf Herrn Bonekämpers Modell werde ich am Schluss ganz kurz eingehen.

Variante A

Variante A hat den Vorteil, dass ein Exzerpt in „Einzelteile“ (in wörtliche und indirekte Zitate, auch Kurzzusammenfassungen und eigene Kommentare) quasi zerlegt wird, die sich später auch einzeln in neuen Zusammenhängen (also nicht nur im ursprünglichen Exzerpt-Kontext) verwenden lassen. So können Sie z. B. spezielle Thesen des „exzerpierten“ Müller in Citavis Wissensorganisation so sortieren, dass sie direkt mit den Gegenthesen von Meier und den Argumenten von Schulze konfrontiert werden; das wäre nicht möglich, wenn diese Argumente in ein längeres Exzerpt des gesamten Müller-Textes eingebunden wären, weil sie Ihnen dann nicht als gesonderte „Wissenselemente“ zur Verfügung stünden.

Aber es gibt neben Variante A natürlich noch andere Möglichkeiten, die vielleicht Ihrer Vorstellung, wie man in Citavi ein Exzerpt gestalten könnte, etwas näher kommen. Letztlich muss jeder Nutzer selber entscheiden, welche Variante am besten zu seinem Arbeitsstil (und zum Anlass) passt.

Variante B

Sie haben ja schon festgestellt, dass man in Citavi auch das Wissenselement „Zusammenfassung“ für Exzerpte verwenden kann. Das kommt der jahrhundertealten Tradition des Exzerpierens am nächsten. Entschuldigen Sie, wenn ich dafür ein paar "Tipps" gebe, die Sie gerne überspringen können, die aber für den einen oder anderen Mit-Leser vielleicht auch ein paar Anregungen enthalten:

(1) Art des Exzerpts in der Kernaussage vermerken. Möchten Sie alles festhalten, was dem Autor wichtig war? Das ist sinnvoll, wenn Sie sich anhand eines wirklich bedeutenden Textes in ein neues Gebiet intensiv einarbeiten wollen. Oder möchten Sie nur notieren, was für Ihre eigene Fragestellung wichtig ist? Das ist sinnvoll, wenn Sie sich in Ihrem Themengebiet schon etwas auskennen und eine Publikation oder eine Examensarbeit vorbereiten. Vermerken Sie also am Ende der Kernaussage in eckigen Klammern [genaue Wiedergabe] oder [unter dem Aspekt XY]. Die Kernaussage selber kann übrigens wortwörtlich (und darum auch in Anführungszeichen) den Titel des exzerpierten Kapitels oder Artikels enthalten.
(2) Übersichtlich schreiben. Die Zusammenfassungen sollten gut gestaltet sein (nutzen Sie die Formatierungsmöglichkeiten, die Citavi dafür bietet), damit man den Gedankengang des Textes später schnell wieder erfassen kann. Gliedern Sie die Zusammenfassung in Absätze und benutzen Sie ggf. auch Aufzählungen.
[(3) Nichts verfälschen. Um sich vor Verfälschungen zu hüten, sollte man bei Textzusammenfassungen deutlich unterscheiden zwischen a) wörtlichen Zitaten, b) Wiedergabe des Textes in eigenen Worten, c) Kritik und Kommentaren.
Wörtliche Zitate sind sinnvoll, wenn es sich um wichtige Thesen des Textes handelt. Sie müssen in Anführungszeichen gesetzt werden; am Ende des Zitats sollte in Klammern die Seite genannt werden, der das Zitat entnommen wurde.
Bei der
Wiedergabe des Textes in eigenen Worten kommt es darauf an, dem Text möglichst gerecht zu werden – gerade bei Texten, deren Gedankengang und Thesen man nicht überzeugend findet oder ablehnt. Wichtige Begriffe oder Wendungen, die der Autor benutzt, sollte man wörtlich übernehmen und auch in Anführungszeichen setzen, damit die Begrifflichkeit des Autors später nicht mit der eigenen verwechselt wird.
Kritik und Kommentare sind im Rahmen einer Zusammenfassung durchaus erlaubt. Aber solche eigenen Zusätze sollten unbedingt in eckigen Klammern erscheinen. Man muss auch später auf Anhieb zwischen den Gedanken des Autors und den eigenen Ideen unterscheiden können.

Der Vorteil der Variante B ist, dass man im Idealfall einen zusammenhängenden, gut leserlichen Text erhält (ähnlich wie in Herrn Bonekämpers Modell, das allerdings den Vorteil hat, dass man auf alle "Schikanen" des professionellen Textprogramms zurückgreifen kann, das mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet als Citavi). Aber es gibt Nachteile.

Variante C

Exzerpte der Variante B zu schreiben, kostet viel Zeit. Das lohnt sich bei Texten von zentraler Bedeutung, die man zur Erschließung eines neuen Themengebietes intensiv aufarbeiten muss, kann bei weniger wichtigen Texten aber unökonomisch werden, besonders dann, wenn man jederzeit direkten Zugriff auf die Texte hat, weil sie z. B. in Citavi selber als PDF gespeichert sind oder im Druck oder als Kopie direkt am Arbeitsplatz vorliegen. Für solche Fälle empfehlen wir knappe, stichwortartige Zusammenfassungen mit Seitenzahlen im Text (so eine Art „kommentiertes Inhaltsverzeichnis“), sodass man schnell auf die entsprechenden Passagen im Original zugreifen kann.

Ergänzungen zu B und C

Die Varianten B und C haben beide einen schwerwiegenden Nachteil. Es ist nämlich schade (und unpraktisch), dass Sie wichtige wörtliche Zitate, die Sie vielleicht später in Ihrer Arbeit verwenden wollen, entweder in einer langen Zusammenfassung „vergraben“ (Gefahr bei B) oder gar nicht erst in Citavi festhalten (Gefahr bei C), sodass Sie sie bei der Abfassung Ihres Textes nicht per Klick einfügen können. Und auch die Möglichkeiten, die Citavis Wissensorganisation bietet, können so nicht ausgeschöpft werden. Deshalb empfehlen wir, falls Sie nicht ohnehin Variante A benutzen, die Varianten B und C durch Citavis Wissenselement „Wörtliches Zitat“ zu ergänzen – es sei denn, der ganze Text, den Sie exzerpieren, enthält nichts „Zitierwürdiges“. Aber würden Sie ihn dann exzerpieren?

Mein vorläufiges Fazit

Citavi bietet verschiedene Möglichkeiten, kann aber nicht für den Nutzer entscheiden, welche für ihn im aktuellen Fall die richtige ist. Ich hoffe, vielleicht eine kleine Entscheidungshilfe gegeben zu haben. An die Variante, die Herr Bonekämper skizziert hat, haben wir bisher nicht gedacht. Mir wäre sie zu aufwändig und deshalb nur ein Modell für den Ausnahmefall. Ich persönlich ziehe Varante A vor. Vielleicht sollte ich mal an einem Beispiel demonstrieren, wie man wörtliche und indirekte Zitate, kurze Zusammenfassungen und Kommentare so kombiniert, dass man auf der Registerkarte „Zitate“ ein gut leserliches „Quasi-Exzerpt“ aus vielen Einzelteilen erhält, die in der Wissensorganisation dann als gesonderte Wissenselemente zur freien Verfügung stehen.

zitatvarianten_citavi.png
Hartmut Steuber
Citavi Customer Service
 

Re: Exzerpieren mit Citavi

Postby Garion » 2012-01-10 01:32


Exzerpte der Variante B zu schreiben, kostet viel Zeit. Das lohnt sich bei Texten von zentraler Bedeutung, die man zur Erschließung eines neuen Themengebietes intensiv aufarbeiten muss, kann bei weniger wichtigen Texten aber unökonomisch werden, besonders dann, wenn man jederzeit direkten Zugriff auf die Texte hat, weil sie z. B. in Citavi selber als PDF gespeichert sind oder im Druck oder als Kopie direkt am Arbeitsplatz vorliegen. Für solche Fälle empfehlen wir knappe, stichwortartige Zusammenfassungen mit Seitenzahlen im Text (so eine Art „kommentiertes Inhaltsverzeichnis“), sodass man schnell auf die entsprechenden Passagen im Original zugreifen kann.

Die Varianten B und C haben beide einen schwerwiegenden Nachteil. Es ist nämlich schade (und unpraktisch), dass Sie wichtige wörtliche Zitate, die Sie vielleicht später in Ihrer Arbeit verwenden wollen, entweder in einer langen Zusammenfassung „vergraben“ (Gefahr bei B) oder gar nicht erst in Citavi festhalten (Gefahr bei C), sodass Sie sie bei der Abfassung Ihres Textes nicht per Klick einfügen können. Und auch die Möglichkeiten, die Citavis Wissensorganisation bietet, können so nicht ausgeschöpft werden. Deshalb empfehlen wir, falls Sie nicht ohnehin Variante A benutzen, die Varianten B und C durch Citavis Wissenselement „Wörtliches Zitat“ zu ergänzen – es sei denn, der ganze Text, den Sie exzerpieren, enthält nichts „Zitierwürdiges“. Aber würden Sie ihn dann exzerpieren?


Vielen Dank Herr Steuber für Ihre ausführliche Anmerkung und die unterschiedlichen Varianten! Man merkt, wieviele Gedanken sich das Citavi-Team dazu gemacht hat.

Ihren Gestaltungsvorschlägen für ein Exzerpt kann ich nur zustimmen. Leider ist das ganze wirklich sehr zeitaufwendig. Allerdings bleibt beim "kommentierten Inhaltsverzeichnis" die Gefahr, daß man zwar Textstellen schnell wiederfindet, aber eben nicht die Argumentation auf Meta-Ebene nachvollzogen hat. Wenn es nur um einzelne Textstellen geht, mag das genügen.

Wie Sie selbst schreiben, gibt es nicht so viele Gründe, etwas wörtlich zu zitieren. Daher würde ich durchaus exzperpieren, ohne zu zitieren.

Citavi bietet verschiedene Möglichkeiten, kann aber nicht für den Nutzer entscheiden, welche für ihn im aktuellen Fall die richtige ist. Ich hoffe, vielleicht eine kleine Entscheidungshilfe gegeben zu haben. An die Variante, die Herr Bonekämper skizziert hat, haben wir bisher nicht gedacht. Mir wäre sie zu aufwändig und deshalb nur ein Modell für den Ausnahmefall. Ich persönlich ziehe Varante A vor. Vielleicht sollte ich mal an einem Beispiel demonstrieren, wie man wörtliche und indirekte Zitate, kurze Zusammenfassungen und Kommentare so kombiniert, dass man auf der Registerkarte „Zitate“ ein gut leserliches „Quasi-Exzerpt“ aus vielen Einzelteilen erhält, die in der Wissensorganisation dann als gesonderte Wissenselemente zur freien Verfügung stehen.


Es wäre wunderbar, wenn Sie ein Beispiel für Ihre Variante A geben könnten! Ich lerne meist an Beispielen.
Vielleicht könnten Sie auch noch ein Beispiel geben, wenn es nicht zuviel Arbeit macht, für die Variante B. Darauf bezog sich ja mein Eingangspost, weil ich nicht sicher war, wie ich bei dieser Variante wörtliche Zitate samt Seitenzahl am besten in die Textverarbeitung einfügen kann. Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, auch bei Variante B die wörtlichen Zitate aus dem Textfeld herauszukopieren und die entsprechende Seitenzahl mit Quellenbeleg dann mit Citavi in Word einzufügen.

Gruß

Garion
Garion
 

Re: Exzerpieren mit Citavi

Postby Garion » 2012-01-10 01:42

Hartmut Steuber wrote:
Die Kernaussage selber kann übrigens wortwörtlich (und darum auch in Anführungszeichen) den Titel des exzerpierten Kapitels oder Artikels enthalten.


Wo Sie das gerade erwähnen: Ich habe neulich das Programm "Zettelkasten" geprüft. Für die "Zettel" = Wissenselemente werden dort keine Kernaussagen festgehalten, sondern Überschriften. Ich habe mich gefragt, ob es nicht übersichtlicher und damit sinnvoller ist, statt Kernaussagen Überschriften für die Zitate/Zusammenfassungen zu finden. Sie sind wesentlich kürzer: Mir geht es oft so, daß ich meine Exzerpte nicht auf eine Aussage reduzieren kann, so daß das Feld "Kernaussage" über mehrere Zeilen Text enthält, obwohl es dafür offensichtlich nicht gedacht ist. Eine Überschrift ließe sich aber sehr wohl auf eine Zeile bringen.

Ein Beispiel: Ich habe heute einen Text gelesen, der erklärt, warum Menschen mit Alzheimer noch ziemliche lange vertraute Lieder erinnern können. Diese Erklärung läßt sich aber nicht auf einen Satz reduzieren. Entsprechend "gequetscht" sieht dann das Feld "Kernaussage" aus. Als Überschrift würde ich einfach schreiben: "Zusammenhang von Emotionalität, Musik und Gedächtnis beim Erinnern vertrauter Lieder".

Deshalb hatte ich übrigens vorgeschlagen, auch bei Wissenselementen Zwischentitel anzubieten, die dann eben Überschriften oder Kapitelnamen sein könnten! Dann müßte man nicht das Feld Kernaussage zweckentfremden.

Gruß

Garion
Last edited by Garion on 2012-01-10 09:28, edited 1 time in total.
Garion
 

Re: Exzerpieren mit Citavi

Postby Hartmut Steuber » 2012-01-10 08:59

Meinem gestrigen Beitrag ist jetzt ein Muster für Variante A als Grafik angefügt.
Hartmut Steuber
Citavi Customer Service
 

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