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Information zur Mac-Entwicklung

Schlagen Sie neue Funktionen vor. Wir sind gespannt auf Ihre Wünsche.

Information zur Mac-Entwicklung

Postby Hans Siem Schweiger » 2011-09-16 13:50

Nach zweieinhalb Jahren stellen wir die Entwicklung für Citavi Mac ein. Erfahren Sie nachfolgend mehr über die Hintergründe.

Als wir 2009 die Mac-Entwicklung aufnahmen, haben wir uns drei Ziele gesteckt: Erstens sollte Citavi für Mac das "Look and Feel" eines echten Mac-Programms erhalten und sich völlig in die Mac-Welt einfügen. Zweitens sollten diejenigen Anwender, die bisher Citavi unter Parallels oder einer anderen Virtualisierungslösung auf dem Mac einsetzen, ihre Citavi Projekte unter Citavi Mac weiternutzen können. Drittens sollte Citavi Mac die Kernfunktionen der Windows-Version nutzen, um eine schnellere Weiterentwicklung zu erlauben.

Wir haben große Anstrengungen unternommen, viel Zeit, Kreativität und Geld investiert und Prototypen auf verschiedenen technischen Plattformen entwickelt, um diese Anforderungen zu erfüllen. Schließlich entschieden wir uns für MonoMac, einer vielversprechenden Entwicklung, hinter der die führenden Entwickler von Mono standen. (Mono ist eine Open-Source–Variante des .NET-Frameworks, auf dem Citavi aufsetzt.) Mono wurde von der bekannten Firma Novell finanziert und gepflegt. Vor kurzem wurde Novell jedoch verkauft. Die neue Besitzerin Attachmate entschloss sich, die Mono-Abteilung zu schließen und sämtliche Entwickler zu entlassen. Die Entwickler haben zwar eine neue Firma gegründet, die sich jedoch auf mobile Clients (iOS und Android) konzentriert, so dass MonoMac uns keine langfristig zuverlässige Perspektive mehr bietet. Deshalb sehen wir keine Möglichkeit mehr, die Ziele, die wir uns für Citavi Mac gesetzt haben, in absehbarer Zeit zu erreichen und dauerhaft zu sichern. Wir bedauern, die Interessenten für Citavi Mac jetzt enttäuschen zu müssen.

Bleiben die Mac-Anwender für immer von Citavi ausgeschlossen? Nein. Mittelfristig stehen weiterhin Virtualisierungslösungen zur Verfügung, insbesondere Parallels Desktop und VMware Fusion. Wir konzentrieren uns zunächst auf die Fertigstellung von Citavi 4, das wichtige und häufig gewünschte Erweiterungen enthalten wird. Danach planen wir … stopp, wir sollten jetzt zurückhaltender sein. Bei Citavi Mac haben wir zu früh Einblick in unsere Entwicklungsarbeit gegeben und Erwartungen geweckt, die wir enttäuschen mussten. Das ist für uns und alle Betroffenen schmerzhaft. Wir wollen es jetzt besser machen und informieren über das weitere Vorgehen nach dem Erscheinen von Citavi 4.

Hans Siem Schweiger
Citavi Customer Service
 

Re: Information zur Mac-Entwicklung

Postby jonas_kl » 2011-09-17 13:51

Liebes Citavi-Mac-Team,

mit zugegebenermaßen großer Verärgerung habe ich die Nachricht vom Ende der Mac-Version von Citavi aufgenommen. Denn sie bedeutet, dass ich – und wie nicht nur hier im Forum mehrfach angesprochen wurden auch viele andere Mac- und Linux-Nutzer – weiterhin wegen eines einzigen Programmes immer ein alternatives Betriebssystem nutzen müssen. Und sie zeigt eine meiner Meinung nach sowohl fragwürdige Produkt- wie auch Kundenstrategie.

Dabei geht es mir nicht nur um ein persönliches "Luxus"-Problem (die Kosten und den geringeren Bedienungskomfort mit Parallels und einem Windows-OS), sondern darum, dass hier systematisch Unix-Derivate ausgeschlossen werden – und ich denke, ich muss Sie nicht daran erinnern, dass im wissenschaftlichen Bereich deutlich öfter Linux- und generell OpenSource-Lösungen eingesetzt werden und auch eine andere Haltung gegenüber diesen Betriebsystemen herrscht.

Für mich ist nicht nachvollziehbar, wie Sie mit diesem Wissen immer noch auf ein Framework setzen, das nicht plattformübergreifend funktional ist. Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum Sie lieber eine vierte Windows-Version auf den Mark werfen (die Feinschliff ist, angesichts der schon seit der zweiten Version sehr hochwertigen Funktionalität) als der Linux-Community einen generellen Einstieg zu ermöglichen.

Da trotz einzelner halbherziger Erfolge mit Wine kein Betrieb von Citavi ohne eine vollständige Windowsumgebung möglich ist (mir selbst ist der Betrieb mit Wine trotz nächtelanger Installationsversuche nicht gelungen), würde ich mir wünschen, dass wenn die lang- oder wenigstens mittelfristige Entwicklung im Hause Swiss Academic Software nicht mehr möglich ist, a) eine Beta-Version mit Abstichen und ohne Updates entsprechend dem aktuellen Status Quo für Interessierte zum Download angeboten wird. Oder dass b) der Linux-Community die Möglichkeit gegeben wird, selbst am Quelltext zu arbeiten um so selbst am Gelingen einer Mac- und anderer Unix-Versionen mitzuwirken.

Ich gebe Ihnen Recht, Sie haben Erwartungen geweckt, die jetzt enttäuscht wurden. Aber wie ich versucht habe zu zeigen gäbe es Möglichkeiten, die Erwartungen – auf anderem Weg und damit jenseits Ihrer hochgesteckten Ziele – doch noch zu erfüllen. Ich hoffe weiter...

Mit freundlichen Grüßen,
Jonas
jonas_kl
 

Re: Information zur Mac-Entwicklung

Postby Ma5thilde » 2011-09-18 23:22

Ich kann mich dem nur anschließen, würde allerdings am liebsten nicht ganz so höfliche und gemäßigte Worte finden. Parallels ist keine wirliche Option und es als soches auszugeben, Augenwischerei. Jahrelang habe ich auf das Versprechen "nächstes Jahr" hin meine Daten gepflegt und extrem viel Zeit darein investiert. Da gibt es mit Sicherheit neben mir zahlreiche weitere. Alles umsonst.
Ich kann nicht glauben, dass es nicht möglich ist, eine mac Version zu entwickeln. Auch bei mir das Erstaunen über die Prioritäten (weitere Windowsversion und die englische Ausgabe), aber die mac user so über alle Maßen schlecht zu behandeln und Jahre lang hinzuhalten, um sie dann endgültig zu verprellen. Ich finde das unfassbares Verhalten.
Gruß M
Ma5thilde
 

Re: Information zur Mac-Entwicklung

Postby Hans Siem Schweiger » 2011-09-19 08:54

Lieber Jonas, liebe M,

ich kann Ihre Enttäuschung und Verärgerung darüber, dass die Mac-Version jetzt doch nicht kommt, sehr gut verstehen. Ich selbst bin ebenso enttäuscht. (Herzlichen Dank übrigens, dass Sie sich in so konstruktiver Art und Weise geäußert haben. Das hilft auch uns, mit der Kritik umzugehen). Wir hatten uns seinerzeit ja mit guten Gründen dafür entschieden, die Mac-Version zu machen. Einer der Hauptgründe war, den Mac-Nutzern den Umweg über eine Virtualisierung zu ersparen.

Und dass es eine lange und kostenintensive Mac-Entwicklungsperiode gab, zeigt meiner Meinung nach auch, dass wir die Mac-Nutzer eben nicht ignorieren. Insoweit würde ich selbst auch nicht von einem systematischen Ausschluss der Unix-Derivate sprechen, was sich für mich ein bisschen danach anhört, als täten wir das bewusst böswillig. Es ist ein teilweise tatsächlicher Ausschluss, ja - aber das ist uns bewusst und wir arbeiten daran.

Und ja, wir haben über unsere Mac-Entwicklung gesprochen. Rückwirkend betrachtet war das ein Fehler. (Ich kann auch verstehen, M, dass es im Nachhinein wie ein Hinhalten aussieht. Mir wäre es auch lieber gewesen, wenn sich das Warten jetzt schon gelohnt hätte.) Weniger Transparenz in unsere Entwicklungsprozesse hätte uns davor bewahrt, Sie jetzt enttäuschen zu müssen. Wer aber ungeachtet geänderter Rahmenbedingungen seinen Plan verfolgt, wird früher oder später scheitern – Sie haben solche Fälle sowohl im wirtschaftlichen wie im politischen Bereich immer wieder beobachten können. Wir sind überzeugt, dass die Planänderung richtig war. Und wir haben gute Ideen für die weitere Entwicklung – aber wir haben auch gelernt, lieber auf Nachfragen zu bestimmten Entwicklungsschritten zu schweigen, als verfrühte Erwartungen zu wecken. Bitte haben Sie darum Verständnis, wenn ich keine weiteren Ausführungen zu unseren nächsten Schritten mache.

In der Zwischenzeit muss ich Sie deshalb tatsächlich auf die Virtualisierungslösung verweisen. Wir haben mit Parallels 6 und jetzt 7 gute Erfahrungen gemacht und es gibt auch Nutzer, die uns dieses Feedback gegeben haben. Ich will aber nicht ausschließen (s. o.), dass in der täglichen Praxis die Konstellation, so wie von Ihnen beschrieben, M, nicht als ideal empfunden wird. Wir unterstützen Sie deshalb gerne dabei, Ihre Virtualisierungslösung für Citavi zu optimieren.

Jonas, Sie hatten noch vorgeschlagen, den jetzigen Stand der Mac-Version zu veröffentlichen oder der Community die Möglichkeit zu geben, am Quellcode zu arbeiten. Den jetzigen Stand möchten wir nicht veröffentlichen, weil er sich im Alpha-Stadium befindet (eine Beta hätten wir sicherlich schon veröffentlicht) und kein produktives Arbeiten erlauben würde. Auch werden wir den Quellcode nicht veröffentlichen, weil dieser ggf. in anderem Zusammenhang noch verwandt werden soll. Eine Opensource-Entwicklung hat natürlich einen großen Reiz, wir bestreiten aber mit Citavi unseren Lebensunterhalt und sehen deshalb insofern im Moment keine Alternative.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Siem Schweiger
Hans Siem Schweiger
Citavi Customer Service
 

Re: Information zur Mac-Entwicklung

Postby Antonio Tejada » 2011-09-19 09:14

jonas_kl wrote:Da trotz einzelner halbherziger Erfolge mit Wine kein Betrieb von Citavi ohne eine vollständige Windowsumgebung möglich ist (mir selbst ist der Betrieb mit Wine trotz nächtelanger Installationsversuche nicht gelungen)

Lieber Jonas,

probieren Sie es mit der aktuellen Beta-Version von Wine. Die für Citavi notwendige .NET Framework 2.0 Service Pack 2 läuft nämlich erst in der Wine-Beta. Siehe auf ubuntuusers.de: Citavi und Wine - Erfolg den Beitrag vom Nutzer "Bremer" vom 13. Juli 2011 16:38.

Ich habe das in einem virtualisierten Ubuntu erfolgreich reproduzieren können.

Mit freundlichem Gruss
Antonio
Antonio Tejada
Citavi Customer Service
 

Re: Information zur Mac-Entwicklung

Postby orbiting » 2011-09-19 10:08

Ihr lieben,

ich bin eigentlich sehr dankbar das ihr einen so offenen und ehrlich Umgang mit den Nutzern geführt habt, und die für den MacUser sonst üblichen Geheimniskrämereien um weitere Veröffentlichungen Transparenz und Einblick gewährt habt. Scheitern ist halt einfach auch mal ein Puntk um sich weiter zu entwickeln.
Und hättet ihr vor ein paar Jahren gesagt es würde kein Citavi Mac geben, hätte ich es nie probiert, nun wird sich meine citavi Zeit zwar auch dem Ende nähern, weil ich die Parallels Lösung, nicht allein der Kosten für Parallels und Windows wegen, sondern auch weil es einfach nervt, die Funktionalität beim exportieren in Lyx und die Nutzung des Pickers eingeschränkt ist und es sicher andere Produkte gibt, wie EndNote, die halt nicht so komfortabel sind, aber nativ laufen.
Aber wie gesagt, Enttäuschung zeigt ja auch nur eine Emotion zu einem Produkt - apple ist damit halt reich geworden ;)
riesengruß und gutes gelingen für weitere - nun unbekannte - Produkte!
orbiting
 

Re: Information zur Mac-Entwicklung

Postby cjphofi » 2011-09-19 22:51

Liebes Citavi-Team,

ich muss sagen, dass ich auch sehr enttäuscht und verärgert über diese Entwicklung bin. Die Ankündigung der Mac-Version von Citavi und das gegebene Versprechen von Citavi 3 (Windows) kostenlos auf die Mac-Version wechseln zu können (siehe viewtopic.php?f=11&t=831 ), hat mich erst dazu gebracht, von Citavi 2 auf Citavi 3 zu wechseln. Die Aussicht bald auf die Virtualisierung verzichten und ein an sich gutes Produkt auf dem Mac nutzen zu können, ließ mich das Virtualisierungsproblem noch verschmerzen. Hätte ich allerdings gewusst, dass die Mac-Version nicht erscheint, hätte ich mich zu gegebener Zeit nach einem adäquatem Ersatz umgesehen. Nun stehe ich allerdings schon in einer Projektphase, in der ein Wechsel nicht mehr sinnvoll ist und werde mich wohl weiter mit den sich nun nicht mehr verflüchtigen Unannehmlichkeiten rumschlagen; auch eine Art von Kundenbindung.

Viele Grüße
cjphofi
cjphofi
 

Re: Information zur Mac-Entwicklung

Postby S.B. » 2011-09-20 08:29

Liebes Citavi-Team,

Sie beklagen ein Zuviel an Transparenz? Worin soll diese denn bestanden haben, wenn nicht in dem Verweis auf und dem Verstreichenlassen von geplanten Veröffentlichungsterminen? Die Virtualisierungslösung mittels Parallels oder VMware Fusion scheitert bereits auf einem 2,5 Jahre alten MacBook 2.1 GHz mit 4 GB Ram kläglich.

Damit will ich Ihnen keineswegs absprechen, dass Sie die inzwischen eingestellte Entwicklung der Mac-Version viel Geld gekostet hat. Aber bei 3 Jahren Entwicklungszeit (für eine Portierung!) scheint mir da dann doch noch etwas mehr im Argen gelegen haben als der Verkauf von Mono (wie z.B. dessen Verwendung).

Nun könnte man freilich – und das finde ich besonders ärgerlich – auf die Idee kommen, dass sich so manche UB bereits anderweitig nach einer anderen Literaturverwaltungssoftware (für Mac) umgesehen hätte, wäre ihr nicht über einen Zeitraum von 3 Jahren, zuletzt im Sommer, immer wieder versichert worden … usw. usf.

Beste Grüße

S.B.
S.B.
 

Re: Information zur Mac-Entwicklung

Postby abusch » 2011-09-20 08:57

Liebes Citavi-Team,

ich möchte mich den Ausführungen von S.B. ausdrücklich anschließen. Auch ich glaube, dass Sie (ob wirklich oder nur für die Kommunikation mit den Benutzern) die falschen Schlüsse ziehen, wenn Sie sich selbst der zu großen Transparenz bezichtigen (denn in Wirklichkeit haben wir ausser ein paar screenshots im letzten Dezember ja nichts zu sehen / zu lesen bekommen). Und ich bin enttäuscht von Ihrer Ankündigung, den Mac nun in Zukunft gar nicht mehr unterstützen zu wollen. Denn das ist ein "non sequitur" -- es folgt nicht zwingend aus den nun entstandenen Problemen. Gerade im akademischen Sektor steigt die Verbreitung von Macs; neue Zahlen besagen, dass in den USA 60 Prozent der "back to school"-Verkäufe an Apple gehen. Es ist also fraglich, ob Sie mit der Entscheidung, diesen ganzen Anteil des Marktes zu amputieren, eine wirtschaftlich kluge Entscheidung getroffen haben. Wäre es nicht besser, lieber mehr zu investieren (und eventuell klüger, S.B. hat ja schon Fragen hinsichtlich der gewählten Strategie gestellt)?

Ausdrücklich unterstützen möchte ich auch die Aussage zu den Universitätsbibliotheken. Da haben Sie Rückenwind erhalten, weil viele auf eine Lösung gesetzt haben, die alle Betriebssysteme abdeckt. Das ist aus Support-Gründen und für Verbund-Forschungsprojekte von großem Interesse. Aber diesen Vorteil geben Sie nun auf; und ich nehme an, dass Sie das bei den Campuslizenzen spüren werden.

Citavi hat (gerade mit Version 3) in der Kombination und Integration von bibliografischen Daten und Wissensmanagement Maßstäbe gesetzt. Aber andere Software-Entwickler werden diesen Ansatz aufnehmen und den brachliegenden Markt bedienen, wenn Sie es nicht tun.

Ich habe Citavi, selbst in der von mit als "Tesakrepp-Lösung" bezeichneten Variante mit Parallels auf dem Mac, gerne benutzt. Aber ich will das nicht auf Dauer tun; und ich will meinen Mitarbeitern nicht zumuten, sich in virtuelle Maschinen einzuarbeiten, ganz abgesehen von den dadurch zusätzlich entstehenden Kosten. Und das selbe gilt für Kooperationspartner in der Forschung. Deshalb geht für mich nun die Suche wieder los nach einer plattform-übergreifenden Lösung für Bibliographie- und Wissensmanagement. Schade.

Mit den besten Grüßen,

A. Busch
abusch
 

Re: Information zur Mac-Entwicklung

Postby Hans Siem Schweiger » 2011-09-20 11:28

Lieber cjphofi, lieber S.B., lieber A. Busch,

Sie haben recht, das "Zuviel an Transparenz" bezog sich darauf, einerseits überhaupt mitzuteilen, dass wir an einer Mac-Version arbeiten, und andererseits dann auch noch unseren eigenen Optimismus in Forum zu früher Veröffentlichungstermine nach außen zu kommunizieren. Das musste natürlich dazu führen, dass Sie und andere die Mac-Version erwartet haben. Und diese Erwartung enttäuschen wir jetzt - mit allen Konsequenzen, die das für Sie und für uns hat.

cjphofi, Sie sprachen an, dass das auch eine Art von Kundenbindung sei, weil Sie gerade in einer Projektphase stecken. Es tut mir Leid, dass die Unannehmlichkeiten jetzt Ihre Arbeit beeinträchtigen. Umso mehr würde ich mich aber freuen, wenn Sie Gelgenheit fänden, die Unannehmlichkeiten hier im Forum oder direkt per E-Mail näher zu beschreiben. Wir würden gern schauen, ob wir die ein oder andere Sache vielleicht auch für die Virtualisierungs-"Lösung" verbessern können.

S.B., Sie meinen, es habe mehr im Argen gelegen als der Verkauf von Mono und darauf hingewiesen, da es sich doch nur um eine Portierung gehandelt habe (das "nur" habe ich aus der ausdrücklichen Nennung der Protierung geschlossen). Ich selbst bin kein Entwickler, aber nach meinem Verständnis war es mit einer "Portierung" bei weitem nicht getan. Was das Umschauen nach anderer Literaturverwaltungssoftware angeht: Ich sehe es geanuso: Hätten wir Citavi Mac jetzt veröffentlichen können, wäre es kein Problem gewesen - ebenso, wenn wir zu keinem Zeitpunkt etwas gesagt hätten (s. o.).

A. Busch, Sie erkennen ein "non sequitur": Aus den Unsicherheiten bei MonoMac folge nicht zwangsläufig, dass man die Entwicklung von Citavi Mac einstellen müsse, insbesondere dann nicht, wenn man den Markt für ein Mac-Programm in den USA mit in Betracht ziehe. Dieser Markt rechtfertige viel mehr noch größere Investitionen. Das ist (natürlich, möchte ich fast sagen) ein Argument, dass wir bei unserer Entscheidung auch berücksicht haben - und das uns, wie Sie sehen, nicht davon überzeugt hat, die Mac-Entwicklung fortzusetzen. Auch die Gefahr, dass andere den brachliegenden Markt bedienen werden, sehen wir durchaus.

Das wirft für Sie dann die Frage nach der dahinterstehenden Strategie auf. Nach dem eingangs gesagten, hoffe ich auf Ihre Verständis, wenn ich mich dazu jetzt nicht äußere. Wie im Ursprungsbeitrag beschrieben, wollen wir versuchen, Dinge nicht wieder zu früh anzukündigen, und meiner Meinung nach wäre es jetzt noch zu früh dafür. Dass das dazu führt, dass Sie wieder auf die Suche gehen müssen, um Ihren Mitarbeitern nicht die "Tesakrepp-Lösung" zuzumuten, tut mir aufrichtig Leid - aber ich kann schlechterdings ja nicht bitten, darauf zu vertrauen, dass wir Sie und die anderen Mac-Nutzer nicht vergessen haben. Ich hoffe, dass Sie zumindest bisher einigermaßen produktiv mit Citavi arbeiten konnten.

Auch hinsichtlich der Campuslizenzen ist es sicherlich so, dass einige Universitätsbibliotheken eine Lösung gesucht haben, die alle Betriebssysteme "nativ" abdecken sollte und die die Parallels-Lösung für Citavi für die Übergangszeit akzeptiert haben. Der Großteil der Universitätsbibliotheken bzw. der entscheidenden Gremien war aber nach meiner Wahrnehmung von den Vorzügen von Citavi überzeugt.

Trotz der Enttäuschung und des Ärgers, den Sie alle formuliert haben, hoffe ich, dass Sie Citavi - so weit es eben geht - gewogen bleiben.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Siem Schweiger
Hans Siem Schweiger
Citavi Customer Service
 

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