Hallo,
der IrisPen Executive kann in der Tat auch Strichcodes lesen; eine Eigenschaft, die der IrisPen Express nicht hat (alle Unterschiede zwischen den beiden Version finden Sie
hier). Allerdings muss man sich kurz das unterschiedliche Verfahren vor Augen führen, wie ein
Zeilenscanner (z.B. der IrisPen) und wie ein
Barcodescanner (z.B. der Opticon-Scanner) arbeiten:
- Mit dem Zeilenscanner müssen Sie den gesamten Strichcode abfahren. Der Scanner rechnet dann den Barcode in eine Zahlenfolge um und übergibt diese an die Zielanwendung, z.B. Citavi.
Wenn Sie in Bibliotheken arbeiten, werden Sie manchmal erleben, dass der Originaleinband des Buches durch einen stabileren Einband aus der hauseigenen Buchbinderei ersetzt wurde. Auf diesem fehlt häufig der ISBN-Strichcode. Das ist für unsere Zwecke nicht ganz so tragisch, da sich die ISBN-Zahlenfolge meist nochmal im Impressum findet. Hier reicht nun der preiswertere IrisPen Express aus, der die Zahlen genauso gut wie Text erkennen kann und an die Zielanwendung übergibt. - Mit einem Barcodescanner sind Sie auf einen Strichcode angewiesen. Diesen Code erfasst der Barcodescanner viel schneller (nämlich mit einem "Schuss") als der Zeilenscanner. Bequem ist es auch, dass Sie die Strichcodes vieler Bücher in einem Rutsch speichern können. Beim Opticon-Barcodescanner landen die erkannten ISBN erstmal in einem Speicher und werden erst später an Citavi übertragen.
Werfen wir noch mal einen Blick auf die Anwendungssituation: Sie befinden sich in einer Bibliothek und möchten mehrere Bücher anhand ihrer ISBN erfassen. Wenn Sie den IrisPen-Zeilenscanner verwenden, müssten Sie sich die Bücher an Ihren Arbeitsplatz holen, weil der Scanner immer am Notebook/PC angeschlossen sein muss. Wenn Sie den Opticon-Strichcode-Scanner verwenden, können Sie mobil arbeiten. Sie gehen dann von Regal zu Regal und scannen bei den Sie interessierenden Büchern den Strichcode (bitte aber die obige Einschränkung bei neu gebundenen Büchern beachten).
Wenn Sie nun nicht nur die bibliographischen Angaben der Bücher erfassen möchten, sondern auch inhaltlich arbeiten wollen, benötigen Sie wieder den Zeilenscanner. Mit dessen Hilfe können Sie schnell Zitate als Text erkennen und in Citavi oder eine andere Software einfügen.
Ich versuche, die verschiedenen Einsatzszenarien in einer Grafik zusammenzufassen:

Ich habe in der obigen Grafik noch die Spracherkennung als Option ergänzt, wie Sie Texte und Zahlen ohne Tippen zu müssen, in Citavi aufnehmen können. Windows Vista und Windows 7 haben eine "eingebaute" Spracherkennung. Wir haben gute Erfahrungen mit der
Spracherkennung von Windows 7 gemacht.
Freundliche Grüsse
Peter Meurer